Zwei der beliebtesten dynamischen Stromtarife im Vergleich — und warum ein Wanddisplay hilft, den günstigsten Zeitpunkt zum Verbrauchen zu finden.
Dynamische Stromtarife werden in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz immer beliebter. Statt eines festen Kilowattpreises ändert sich der Preis stündlich, basierend auf dem Boersenpreis. Tibber und aWATTar sind die bekanntesten Anbieter. Aber wie unterscheiden sie sich, und warum hilft ein Wanddisplay?
Tibber ist ein norwegischer Anbieter, der seit 2020 in Deutschland aktiv ist. Die App ist modern, die Community gross, und es gibt einen eigenen Smart-Home-Hub namens Tibber Pulse. Der Strompreis wird stündlich abgerechnet, dazu kommt eine monatliche Grundgebuehr von 5,99 Euro. Tibber bietet eine offene API, über die Drittanbieter wie VistaBoard die Preise live anzeigen können.
aWATTar ist ein oesterreichischer Anbieter, der ebenfalls dynamische Boersenstrompreise anbietet. Der Tarif heisst HOURLY und funktioniert aehnlich wie Tibber: stuendliche Abrechnung zum Boersenpreis plus Aufschlag. In Oesterreich ist aWATTar besonders verbreitet, in Deutschland waechst der Anbieter ebenfalls.
Der wichtigste Unterschied für den Alltag: Beide Tarife schwanken stündlich. An sonnigen Tagen mit viel Wind kann der Preis auf 5 Cent pro kWh fallen. An trueben Winterabenden kann er auf 40 Cent steigen. Wer davon profitieren will, muss wissen, wann der Preis gerade günstig ist.
Genau hier wird ein Wanddisplay wertvoll. VistaBoard zeigt die aktuellen Tibber-Preise als Balkendiagramm auf dem Display. Grüne Balken bedeuten günstige Stunden, rote Balken teure. Morgens beim Fruehstueck sieht die Familie sofort, ob jetzt ein guter Zeitpunkt ist, die Waschmaschine zu starten.
Für PV-Besitzer wird die Kombination besonders interessant. Wenn die Solaranlage viel produziert und gleichzeitig der Boersenstrompreis hoch ist, lohnt es sich, den Strom einzuspeisen statt selbst zu verbrauchen. Ist der Preis niedrig, lohnt sich Eigenverbrauch mehr. VistaBoard zeigt beides nebeneinander: PV-Leistung und Strompreis.
Ein häufiges Missverständnis: Man muss nicht ständig auf den Preis schauen und hektisch Geräte ein- und ausschalten. Es reicht, morgens den Tagesverlauf zu sehen und grosse Verbraucher in günstige Stunden zu legen. Waschmaschine um 14 Uhr statt um 19 Uhr — das allein kann im Jahr 50 bis 100 Euro sparen.
Technisch unterstuetzt VistaBoard aktuell die Tibber-API nativ. Die Preisdaten werden automatisch abgerufen und als Widget auf dem Display dargestellt. Für aWATTar-Kunden gibt es die Möglichkeit, die Boersenpreise über alternative Schnittstellen einzubinden.
Fazit: Ob Tibber oder aWATTar — wer einen dynamischen Stromtarif nutzt, sollte die Preise sichtbar machen. Ein Wanddisplay im Flur oder in der Küche zeigt auf einen Blick, wann Strom günstig ist. Das spart Geld und macht den flexiblen Tarif erst richtig nutzbar.